Das war der 1. Bürgerbrunch auf dem Sonnenberg

„Mit den Grünen kann man was machen“, und „der Sonnenberg ist besser als die Vorurteile gegen ihn“, das hörte man 11. Januar im Lesecafé KaffeeSatz. 19 Erwachsene und zwei kleine Kinder trafen sich zum 1. Bürgerbrunch. Als erstes Thema hatten wir uns die Ernährung ausgesucht.

Was esse ich, wo kriege ich es her?  Peacefood, der erste vegane Laden in Chemnitz, der hier im Stadtteil ansässig geworden ist, hatte extra einen Salat beigesteuert. Reiner, grünes Gründungsmitglied, der in Hilbersdorf alte Apfelsorten und Beeren zum Selbstpflücken anbaut, ließ seinen Saft, Marmelade und Äpfel kosten. Mehrere Leute von der Solidarischen Landwirtschaft der „Bunten Kuh“ stellten ihre Initiative vor und brachten orange, weiße und rote Möhren, Käse aus der Region und Tomaten- und Schokoaufstrich mit. Könnte auf dem Sonnenberg eine „Fresszelle“ gegründet werden? Oder reicht die Anlaufstelle in den Räumen von Attac und Greenpeace an der Augustusburger Straße?

Jan und Sebastian, die im KaffeeSatz Catering betreiben, erklärten, wie man die Gäste mit Selbstgekochtem und Selbstgebackenem versorgen kann. Dmytro verdeutlichte die Koch- und Esskultur seinen südukrainischen Heimat. Dass immer weniger Leute selbst kochen, wurde allgemein als Problem gesehen. Petra, Kathleen und Susi gaben Einblick in die Versorgung in Schulen und Kitas. Die Grüne Fraktion im Stadtrat setzt sich für Qualität und für eigene Küchen ein, damit vor Ort und miterlebbar für die Kids gekocht werden kann. Matthias ergänzte, dass beim regionalen Einkauf auch ein „plastikfreies Leben“ aus Umweltgründen leichter sei als beim Gang in den Supermarkt.

Wie kann man weitere Menschen für gesunde und ökologische Ernbährung sensibilisieren? Dmytro schlug vor, sich an der Verpflegung beim Event „Sonnenberger Frühjahrsputz“ am 29. April zu beteiligen. Da könnte man Kindern den „reinen Saft“ ausschenken und erklären.

Wäre ein Ansatz zu einem lokalen Wochenmarkt denkbar? Oder eine Möglichkeit, dass Kleingärtner ihren Überschuss anbieten können? Kathleen regte an, über bestehende Strukturen, zum Beispiel Sozialeinrichtungen oder Schulen zu gehen. Vielleicht wäre eine Schule im Stadtteil dafür zu gewinnen, im Rahmen des Festes im Sommer eine Art Obst- und Gemüseflohmarkt zu veranstalten?

Reiner, Freiwilliger beim BUND, informierte auch über die große Demo „Wir haben es satt“, zu der aus Chemnitz ab 6.15 Uhr ein Bus fährt. (Anmeludng: veranstaltung@bund-sachsen.de  Auch Peacefood mobilisiert dafür.

Auf jeden Fall zeigte sich ein erfreuliches Interesse, so dass es bestimmt nicht der letzte Bürgerbrunch zum Thema sein wird.

Katharina Weyandt, GRÜNE Sonnenbergerin
Fotos: Hellfried Malech

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