Aus Chemnitz auf die Landtagsliste: Petra Zais und Volkmar Zschocke

Der Landesparteitag von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN hat am Samstag in Chemnitzer Luxor die Liste für die Landtagswahl am 31. August aufgestellt.
Der mit 87,7 % ohne Gegenkandidaten gewählte Spitzenkandidat Volkmar Zschocke aus Chemnitz fand ihn „spannend wie ein Krimi. Es gab demokratischen Wettbewerb bis zum letzten Platz.“ Auf Platz 7 setzte sich die Chemnitzer Stadträtin Petra Zais mit 55,3 % der Stimmen gegen eine Mitbewerberin durch.
Petra bewarb sich in ihrer Rede mit ihren Kernthemen:
„Eine zentrale Frage von Gerechtigkeit ist für mich, dass Menschen von ihrer Arbeit leben können und dass sie ihren Kindern Zugänge in Bildung und ein Leben ohne Armut ermöglichen können. Arbeit und Soziales gehören für mich als grüne Gewerkschafterin deshalb ebenso in das Portfolio grüner Landespolitik wie Umwelt und Energiewende. Uns muss klar sein, dass der Ausstieg aus der Braunkohle nur mit den Menschen gelingt, die heute noch von der Braunkohle leben. Die Kumpel und ihre Familien sind besorgt um ihre Arbeit, ihr Auskommen und die Zukunft ihrer Region. Zu Recht erwarten sie von uns GRÜNEN Antworten darauf, wie wir uns den Strukturwandel vorstellen. Dafür müssen wir auch die Gewerkschaften und den DGB gewinnen.“
Weiter sprach sie die Hilfen für Kinder und ihre Familien an:
„In Sachsen explodieren die Kosten der Jugendhilfe und das trotz des demografischen Wandels. Schwere, komplexe und betreuungsintensive Fälle nehmen zu, jedes Jahr müssen mehr Kinder aus dem familiären Umfeld genommen werden. Die CDU ist nicht in der Lage und vor allem nicht Willens, angemessen auf diese Entwicklung zu reagieren. Abgesehen von immer wieder neuen, befristeten Modellprojekten hat die Staatspartei CDU keine Antworten. Wir wollen, dass die Jugendhilfe auskömmlich finanziert wird und dass präventive Angebote für Familien nicht mehr nur ein Schattendasein fristen. Bewährte Modellprojekte wie die ‚Frühen Hilfen‘ müssen in die Regelfinanzierung übernommen werden.“
Zuvor hatte sie den Delegierten aus ganz Sachsen erklärt, an welch historischem Ort der Friedlichen Revolution sie tagten. Denn hier startete am 7. Oktober 1989 der erste Schweigemarsch gegen die Verhältnisse in der DDR.

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