Beschluss zu Landwirtschaft + Ernährung in Chemnitz

Die Chemnitzer Bündnisgrünen setzen sich dafür ein, in Chemnitz mehr gentechnik- und schadstofffreie Lebensmittel  zu produzieren und zu konsumieren. Denn gutes Essen und gesunde Umwelt gehören zusammen. Dazu beschlossen sie in der April-Mitgliederversammlung (1.4.) ein Positionspapier.Da gutes Essen am Anfang des Lebens beginnt, kommt dem Essen in Kitas und Schulen eine besondere Bedeutung zu. Vorsitzende Kathleen Kuhfuss erläutert: „Wir Grünen machen uns deshalb dafür stark, dass schrittweise in allen Schulen und Kitas wieder Vollküchen entstehen, in denen vor Ort frisch zubereitetes Essen ausgegeben wird.“
Das Positionspapier befasst sich auch damit, wie auf städtischem Gebiet mehr Lebensmittel in guter Qualität erzeugt werden können.  Städtische Grünflächen können dabei eine wichtige Rolle spielen. Gemeinsam mit den Erzeugern und anderen Partnern möchten die Bündnisgrünen Strategien entwickeln, regional erzeugte Lebensmittel in Chemnitz besser zu vermarkten, etwa mit Hilfe einer Verbrauchergemeinschaft oder auf Bauernmärkten.
Nur eine nachhaltige landwirtschaftliche Produktion ermöglicht große Artenvielfalt auf Äckern und Wiesen im Stadtgebiet. Die Bündnisgrünen setzen sich deshalb dafür ein, dass Maßnahmen zur Verbesserung der Artenvielfalt auf landwirtschaftlich genutzten Flächen durch die Stadt unterstützt und gefördert werden.
Dem Beschluss der Mitgliederversammlung ging eine intensive Diskussion voraus, in die sich auch Gäste einbrachten. So berichtet ein Gemüsegärtner aus dem Umland von seinen Schwierigkeiten mit dem Chemnitzer Wochenmarkt, auf dem regionale Produzenten kaum sichtbar sind. Er selbst biete seine Ware dort nicht an, denn, wie er sagte: „Mein Gemüse hat einen Wert. Ich möchte es nicht im Preiskampf auf dem Wochenmarkt verramschen.“ Der Erfolg bei vielen Gastronomen und Privatkunden, die bei ihm auf dem Hof kaufen,  gibt ihm Recht. Vorsitzende Kathleen Kuhfuss dazu: „Wir müssen uns für Verkaufskonzepte stark machen, die es solchen Produzenten ermöglichen, faire Preise zu erzielen, während die Wege für die Kunden aus der Stadt kurz bleiben.“

Positionspapier: Beschluss_Ernährung Landwirtschaft_

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