PM: Mit dem Schwung die Reichenhainer rauf: Grüne Welle auch für Radfahrer*innen!

Bei einer Mitgliederversammlung vor Ort nahmen die Chemnitzer Grünen und viele weitere Interessierte am Mittwoch die neu gestaltete Reichenhainer Straße in Augenschein. Neben Lob für den neu gestalteten Straßenraum gab es auch Kritik, beispielsweise zur Radverkehrsführung am Kreisverkehr vor dem Südbahnhof. Jörg Schuster, Sprecher der AG Mobilität und Stadtentwicklung beim Grünen Kreisverband sagt dazu „Mit der Schleuse, die Radfahrer von der Fraunhoferstraße auf den verkehrsberuhigten Stadlerplatz führen soll, haben die Verkehrsplaner eine sehr gute Lösung gefunden. Allerdings haben wir im Gespräch vor Ort gemerkt, dass viele Radfahrer*innen die Schleuse nicht erkennen. Verkehrsinfrastruktur soll selbsterklärend sein, da muss nachgebessert werden!“

Mit der neuen Stadtbahnlinie ist der TU-Campus an der Reichenhainer Straße nun viel schneller und komfortabler als zuvor mit den Bussen zu erreichen. Mit neuen Bäumen, grünen Gleisen und Verkehrsberuhigung wurde der Straßenraum deutlich aufgewertet. Nun fehlt nur noch eine deutliche Verbesserung der Radverkehrsanbindung des TU-Campus. Jörg Schuster: „Radfahren bedeutet, im Schwung zu bleiben. Warum bieten wir den Radfahrer*innen nicht eine grüne Welle an, die es erlaubt, vom Stadlerplatz bis zum Campusplatz durchzufahren, ohne immer wieder an Ampeln anzuhalten und danach mühsam wieder in Schwung kommen zu müssen? Natürlich muss die schnelle Straßenbahnverbindung weiterhin höchste Priorität haben, aber warum sollen auf einer Straße ohne nennenswerten Durchgangsverkehr nicht Radfahrer*innen die Nummer zwei, noch vor den Autos, sein?“

Die Planung von Großprojekten wie der Reichenhainer Straße kann niemals perfekt sein. Deshalb wünschen wir Chemnitzer Grünen uns nach solchen Baumaßnahmen einen Diskussionsprozess zwischen Stadtverwaltung und Nutzer*innen, um Mängel zu erkennen, Nachbesserungen einzuleiten und für künftige Planungen zu lernen.

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