Unsere Praktikantin im Gespräch

Der GRÜNE Kreisverband (KV) Chemnitz hatte die letzten zwei Wochen eine Praktikantin. In einem Abschlussinterview wollen wir wissen, welche Aufgaben es zu erledigen gab und wie sie die Arbeit fand.

Was hat Dir am besten gefallen?

Die Sitzungen der GRÜNEN Stadtratsfraktion, weil dort wichtige Dinge, die die Politik in der Stadt betreffen, besprochen werden.

Was sind Deine politischen Anliegen für Chemnitz?

Es sollte mehr Spielplätze geben, mehr Freizeitangebote für Jugendliche und auch das Thema Tierschutz finde ich sehr wichtig. Es sollte zum Beispiel eine Auffangstation für verletzte Wildvögel geben. An vielen Chemnitzer Schulen sehe ich den drastischen Lehrer*innenmangel. Oft fallen Stunden aus und werden nicht fachlich vertreten. Es sollten mehr Lehrer*innen ausgebildet und diese dann auch für ihre Arbeit entsprechend bezahlt werden.

Wie sieht Deine ideale Schule aus?

Die Kinder würden länger zusammen lernen. Es gäbe gesündere Schulspeisung, welche auch Allergien und besondere Ernährungskonzepte berücksichtigt. Wir würden mehr Dinge lernen, die wir auch im Alltag benötigen, handwerkliche Fähigkeiten, Formulare für Behörden ausfüllen, Kochen und gemeinsam essen, um die Gemeinschaft zu fördern. Die ersten vier Stunden am Tag würden wir dem Erlernen der Alltagsfähigkeiten widmen und die restlichen Stunden stünden der Allgemeinbildung, dem Deutschunterricht, Mathematik und ähnlichem zur Verfügung.

Was hast Du alles während Deines Praktikums gemacht?

Am Anfang habe ich Texte auf den Internetseiten des GRÜNEN Bundesverbandes und des Landesverbandes gelesen, um einen Überblick über die aktuellen Debatten in der Partei zu bekommen. Ich habe die Sitzungen der Stadtratsfraktion mit gemacht, am Neumitgliedertreffen teilgenommen, habe die Newsletter für den Kreisverband vorbereitet, mit der Mitarbeiterin vom GRÜNEN Landtagsabgeordneten Volkmar Zschocke, der Stadträtin Christin Furtenbacher, habe ich Aktionen zum Thema Jugendpolitik vorbereitet. Volkmar konnte ich einen Tag lang im sächsischen Landtag begleiten. Wir waren u.a. bei einem Arbeitskreis und haben mit Vertreter*innen einer Kindertagesstätte gesprochen und ich konnte die Pressearbeit kennenlernen.

Wie kamst Du auf die Idee, bei den GRÜNEN Dein Schüler*innenpraktikum zu machen?

Ich interessiere mich für Politik generell und besonders auch für die Stadtpolitik, der Stadt, in der ich lebe. Mit den GRÜNEN habe ich einfach die meisten Schnittmengen.

Sind Deine Freund*innen auch politisch interessiert?

Nein. Die meisten interessieren sich gar nicht dafür.

Was denkst Du woran das liegt und wie man das ändern könnte?

Das scheint für die Anderen unattraktiv zu sein. Man muss mehr Jugendveranstaltungen machen, die jungen Menschen über die sozialen Medien ansprechen.

Welche Themen interessieren Deine Freund*innen?

Zum Beispiel Religion, ÖPNV, Drogenprävention, soziale Netzwerke/Internet, Sport, Schulsystem.

Was nimmst Du für Dich aus dem Praktikum mit, willst Du Dich weiter politisch engagieren?

Ja, auf jeden Fall. Ich will bei der GRÜNEN Jugend mitmachen, vielleicht später auch mal etwas Politisches machen.

Wir danken Dir für Deine Arbeit und tollen Ideen!

24.05.2018. Die Fragen stellte Anne Günther, Geschäftsführerin des KV.

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