Zug um Zug für Sparfüchse mit viel Zeit

Am Mittwoch haben der Verkehrsverbund Mittelsachsen (VMS) und der MRB als Betreiber der Linie RE6 (Chemnitz – Leipzig) angekündigt, die alten Reichsbahn-Waggons auszutauschen.

Dazu Susann Mäder, Sprecherin Bündnis 90/Die Grünen Chemnitz: „Wir begrüßen, dass endlich das Wagenmaterial auf der Strecke Leipzig-Chemnitz ausgewechselt wird. Fahrgäste und Pendler*innen wurden über Jahre abgeschreckt. Das alles hätte schon früher passieren müssen. Die Verkehrsprobleme insbesondere auf der A4 lassen sich nur mit einem besseren ÖPNV lösen. Den Ankündigungen müssen nun schnellstmöglich Taten folgen.“

Außerdem soll Chemnitz nach zehn Jahren Unterbrechung wieder eine direkte Eisenbahnverbindung nach Berlin bekommen. Das gab gestern der VMS bekannt. Dazu Mäder: „Auch wenn es ab dem nächsten Jahr eine Verbindung nach Berlin geben sollte, bleibt Chemnitz vom Fernverkehr abgekoppelt. Weder bei der Mitte-Deutschland-Verbindung ins Ruhrgebiet noch bei der Verbindung nach Leipzig bewegt sich etwas. Außer Ankündigungen hat Chemnitz bis heute nichts in der Hand.“

„Die neue Verbindung nach Berlin über Elsterwerda ist schön, aber zeitlich kann sie weder mit vernünftigem Fernverkehr noch mit dem Auto mithalten. So bleibt es ein Angebot für Sparfüchse und Personen mit Zeit“, beanstandet Mäder.

„Die Oberbürgermeisterin muss sich nachdrücklich für eine schnelle Anbindung an den Fernverkehr einsetzen. Die Mitte-Deutschland-Verbindung bietet hier im Moment die besten Chancen. Der Pendel- und Arbeitsverkehr muss von der Straße runter. Wir können auf der stark frequentierten A4 nicht sehenden Auges noch mehr Staus und Verkehrstote verantworten“, so die bündnisgrüne Sprecherin abschließend.

Pressemitteilung: 05.07.2018

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