Annaberger 110 gesichert! – Grüne für den Erhalt von Kulturdenkmalen

Zur erfolgreichen Sicherung des Gebäudes Annaberger Straße 110 durch einen privaten Investor äußert sich Stadtrat Bernhard Herrmann: „Es ist großartig, dass sich immer wieder motivierte Investoren finden, die Bauwerke unserer wertvollen Baukultur vor dem Abriss retten. Selbst bei schwierigen Fällen, wie der Annaberger Straße 110.“

Die Stadt Chemnitz hatte nach Protesten und konkreten Lösungsvorschlägen von vor allem auch Bündnisgrünen Stadträten und Landtagsabgeordneten den fast schon begonnenen Abriss des Gebäudes gestoppt. Nun gab sie die erfolgreiche Sicherung durch den Eigentümer des Nachbarhauses, der Annaberger Straße 110a, bekannt.

Dazu sagt Herrmann: „Bei der Stadtverwaltung hat offenbar ein Umdenken im Umgang mit solch maroden, aber zugleich baukulturell wertvollen Immobilien eingesetzt. So kann es sogar gelingen, die Schäden öffentlich verantworteter Denkmalvernachlässigung – wie bei der lange Zeit dem Freistaat Sachsen gehörenden Annaberger Straße 110 – zu heilen.“

Schon in der Vergangenheit entschied sich die Stadt Chemnitz, leer stehende, schadhafte Gebäude, Bauwerke und ganze Straßenzüge zunächst zu sichern und so vor weiterem Verfall zu bewahren. Ein positives Beispiel dafür ist die südliche Zietenstraße mit den sie umgebenden Nebenstraßen. Hier konnte, auf Drängen des Stadtforums und anderer engagierter Menschen ein flächenhafter Abriss ganzer Gründerzeitkarrees verhindert werden. Jetzt bildet dies die Grundlage für die Entwicklung eines bunten, urbanen und vor allem für junge Menschen attraktiven Stadtquartiers.

Herrmann merkt dazu an: „´Kommt Zeit, kommt Rat.´ – ein altes Sprichwort, das sich immer wieder bewahrheitet. Auch bei industriegeschichtlich wertvollen Bauwerken sollte nun analog verfahren werden. Wenn dann noch, wie zum Beispiel bei der Talsperre Euba, interessierte Investoren ihr Mitwirken anbieten, verbietet sich ein Abriss oder auch nur die Entwidmung einer solchen Anlage. Dies stöße potentiell Mitwirkende ebenso vor den Kopf, wie die Menschen in Euba, denen die Entwicklung des Talsperrenareals im Eingemeindungsvertrag zugesagt worden war.“

Pressemitteilung: 03.04.2019

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