5 Ziele für eine fahrradfreundliche Stadt Chemnitz

Zum Start in den Frühling haben die Mitglieder von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN „Fünf Ziele für eine fahrradfreundliche Stadt“ verabschiedet. Damit führen sie die Forderungen nach besseren Bedingungen für den Radverkehr aus ihrem Kommunalwahlprogramm für Chemnitz weiter aus.

Erstes Ziel sind komfortable und sichere Wege: ein stadtweites Schnellradelnetz aus Radschnellverbindungen oder geschützten Radfahrstreifen, davon ausgehend verkehrsberuhigte Nebenstraßen, Fahrradstraßen sowie abseits der Straßen verlaufende Radwege, mindestens vier Meter breit. Die Radstrecken werden in den Winterdienst eingezogen. 

Zweites Ziel sind grüne Wellen und Vorfahrt für das Rad an den wichtigsten Wegen.

Drittens sollen Flächen fair zwischen dem Verkehr zu Fuß, mit dem Rad, mit dem ÖPNV und dem Auto geteilt werden, durch Umwidmungen und Vorrang für ÖPNV, Fuß und Rad bei neuen Planungen. Fahrradstellplätze, die vergleichsweise wenig Platz brauchen, müssen endlich im ganzen Stadtgebiet zur Verfügung stehen.

Viertens soll Radfahren schon für die Jüngsten zur Normalität werden, etwa durch durch sichere autofreie Zonen rund um Schulen und Kitas und einen Radverkehrsübungsplatz.

Als fünftes Ziel sollen für Radverkehrsförderung als Querschnittsaufgabe in allen Ämtern Personalkapazitäten geschaffen werden. Für die ämterübergreifende Koordination sind beim Radverkehrsbeauftragten ausreichend Vollzeitstellen zu schaffen und mit den nötigen Befugnissen auszustatten. Die Wirklichkeit bleibt in Chemnitz übrigens noch weit hinter dieser Forderung zurück: Erst 2020 wird die bisherige halbe Stelle dafür auf zwei Stellen aufgestockt. Zum Vergleich: eine ganze Stelle für den Radverkehr gibt es selbst in der 11.000-Einwohnerstadt Olbernhau.

Zum Bau gehört auch ein neuer Service: über Telefon und verschiedene digitale Kanäle soll ein städtischer Radverkehrsservice Nachrichten über bauliche und Sicherheitsmängel aufnehmen und eine zügige Behebung in die Wege leiten.

Erster Termin der Erreichung wichtiger Zwischenziele ist nach den Vorstellungen der Chemnitzer Grünen das  Kulturhauptstadtjahr 2025, Endtermin soll bereits 2030 sein.

Diese inhaltlichen Ziele sollen leitend sein, wenn das Radverkehrskonzept der Stadt fortgeschrieben wird, wie es auf unseren Antrag hin am 3. April im Stadtrat einstimmig beschlossen wurde.

Kompletter Text des Beschlusses „Fahrradfreundliches Chemnitz“

Teile diesen Inhalt: