Auf dem Kaßberg geht mehr!

BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN Chemnitz rücken mit einer Mitmach-Aktion den Fußverkehr auf dem Kaßberg in den Fokus.

Es ist schön, über den Kaßberg zu gehen. Gründerzeitfassaden, schöne Parkanlagen, Geschäfte und Kneipen laden Touristen zum Bummeln ein. Doch Eltern, Kinder oder Ältere sind häufig mit Konflikten konfrontiert: Barrieren, Stolperfallen, parkende Autos, wenig Platz für Kinderwagen und Rollstuhl. Wir wollen die Bedingungen für das zu Fuß Gehen in unserem Wohngebiet verbessern.

Unter dem Motto „Auf dem Kaßberg geht mehr!“ fand an insgesamt 2 Nachmittagen (29. April und 14. Mai) dazu eine Mitmach-Aktion zum Fußverkehr auf an der Weststraße Ecke Hoffmannstraße statt. Am Aktionsstand konnten Kinder auf einem Stadtplan ihre Wege über den Kaßberg und Probleme einzeichnen. Alle Standbesucher können aus insgesamt 15 Vorschlägen zur Verbesserung des Fußverkehrs die 5 wichtigsten auswählen. Am Stand konnte auch eine Petition für die Erweiterung von Tempo 30-Abschnitten auf der Weststraße unterschrieben werden.

Alle Kaßbergbewohnerinnen und -bewohner waren eingeladen, ihre Wünsche zu nennen und sich bei der Auswahl zu beteiligen. Trotz zwischenzeitlichem Hagelschauer gab es auch am 14. Mai erneut rege Beteiligung an dieser Fußwegumfrage. Als klarer Favorit der Umfrage geht der Wunsch nach barrierefreien Gehwegen hervor – ohne Stolperfallen und mit Bordsteinabsenkungen. Die von der Grüne Jugend Chemnitz zusätzlich angebrachte Forderung nach kostenlosem ÖPNV wurde natürlich auch sehr häufig gepunktet wie die Forderung „Parkt nicht auf unseren Wegen!“ oder der Wunsch nach mehr Bänken. Über Tempo 30 auf der Weststraße wurde viel diskutiert, pro und contra ausgetauscht. Der Wunsch nach einer Beruhigung auf weiteren Abschnitten dieser stark befahrenen Straße überwiegt bei den Anwohnerinnen und Anwohnern, besonders bei den Kindern der Neruda-Schule.

Es gab am Infostand insgesamt viele Gespräche darüber, wie der Kaßberg noch lebenswerter werden kann. Das Ergebnis wurde als Stimmungsbild dem Tiefbauamt übermittelt.

Diese Vorschläge standen zur Auswahl:

  • barrierefreie Gehwege – ohne Stolperfallen und mit Bordsteinabsenkung (42 Punkte)
  • Tempo 30 auf der gesamten Weststraße sowie auf der Ulmenstraße (30 Punkte)
  • mehr Bänke zum Plaudern und Verschnaufen (30 Punkte)
  • Parkt nicht auf unseren Wegen! (30 Punkte)
  • barrierefreier Aufgang zwischen Kaßberg und Innenstadt (23 Punkte)
  • saubere Gehwege und regelmäßiger Winterdienst (22 Punkte)
  • sichere Straßenübergänge: Mittelinseln, Zebrastreifen & Gehwegvorsprünge (20 Punkte)
  • ein Weg zwischen Horst-Menzel- und Schiersandstraße (18 Punkte)
  • fußgängerfreundliche Ampelschaltungen (13 Punkte)
  • Verlängerung der Weststraße als Fuß- und Radweg bis zum Harthweg (13 Punkte)
  • gut beleuchtete Gehwege (13 Punkte)
  • breite Gehwege (11 Punkte)
  • mehr Bushaltestellen und engerer Takt (8 Punkte)
  • mehr Fußwege Richtung Flemminggebiet (7 Punkte)
  • Modellversuch „shared space“auf dem Kaßberg (6 Punkte)

Zusätzlich ergänzt haben die Standbesucher*innen folgende Vorschläge:

  • kostenloser ÖPNV (37 Punkte)
  • Infrastruktur für E-Roller und Fahrräder (13 Punkte)
  • Straßenbahn auf dem Kaßberg (8 Punkte)
  • mehr Fußgängerzonen (7 Punkte)
  • mehr Einbahnstraßen (6 Punkte)
  • Verkaufsautomaten für Fahrscheine (3 Punkte)

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