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Artikel aus dem Stadtverband Bündnis 90/Die Grünen Chemnitz

Trinkwasser aus Tschechien? – Grüner Gesetzentwurf zwingt Koalition zum Handeln

johannes_lichdiWir wollen den Vorrang ortsnaher Wasserversorgung durchsetzen

Nach der Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN bringt nun auch die Koalition einen Gesetzentwurf zur Änderung des Sächsischen Wassergesetzes in den Landtag ein. Zu beiden Gesetzentwürfen finden in der nächsten Woche im Landtag die ersten Lesungen statt.

"Wir haben die Koalition mit unserem Gesetzentwurf endlich zum Handeln gezwungen", freut sich Johannes Lichdi, umweltpolitischer Sprecher der GRÜNEN-Fraktion. "Wir wollen den Vorrang ortsnaher Wasserversorgung im Gesetz festschreiben und damit auch für Chemnitz durchsetzen. Schon im Mai hatten wir die Staatsregierung aufgefordert, die Pläne zum Bau einer Fernwasserleitung aus der Republik Tschechien zu verhindern."

Der grüne Gesetzentwurf fasst den Paragraph 59 des Sächsischen Wassergesetzes neu, der die Nutzung von Wasservorkommen regelt. Träger der öffentlichen Wasserversorgung haben der höheren Behörde die Absicht ortsferneren Wasserbezuges rechtzeitig anzuzeigen und die Gründe dafür darzulegen. Die höhere Wasserbehörde entscheidet frühzeitig über die Zulässigkeit der ortsferneren Bezuges. 2004 war diese Regelung aus Gründen der Deregulierung und Verfahrensvereinfachung gestrichen worden.

"Wir wollen die überörtliche Versorgung (Fernwasserversorgung) nur bei überwiegenden Allgemeinwohlgründen Zulassen", so Lichdi, der sein Abgeordnetenbüro in Chemnitz hat. "Es besteht ein erhebliches öffentliches Interesse an einer versorgungssicheren, preisgünstigen und gerade in den Zeiten des Klimawandels ressourcenschonenden Wasserversorgung."

Grüner Gesetzentwurf zur Änderung des Sächs. Wassergesetzes (Drs 4/9256)

Exkursion zu Orchideenwiesen im Erzebirge mit dem Maler Carl-Heinz Westenburger

sonnentau

Bericht von Manfred Hastedt über eine Veranstaltung des Umweltzentrums Chemnitz in Zusammenarbeit mit dem Deutschen Verband für Landschaftspflege(DVL) und dem NABU- RV Erzgebirge- unterstützt durch die Sächsische Akademie für Natur und Landschaft: "Unter Leitung des im erzgebirgischen Tannenberg ansässigen bildenden Künstlers Carl-Heinz Westenburger, der seit Jahr und Tag auch als Naturfreund und Pflanzenkenner bekannt geworden ist, fand am 23. Juni 2007 eine Exkursion zu den Hermannsdorfer Wiesen, durch das Lohnbachtal und zum Dörfler Quellmoor statt.

Die Exkursion fand trotz der z. T. intensiven Regenschauer großen Zuspruch. Fast 40 Personen sind der Einladung gefolgt. Neben naturkundlichen Wissen über Pflanzen und Tiere des Erzgebirges gab es viele intersessante Erzählungen aus dem Leben und Schaffen von C.-H. Westenburger und sein Kampf mit Verbündeten für den Schutz der bedrohten Arten des Westerzgebirges. Es wurde deutlich, das die bedrohten Biotope unsere besondere Fürsorge brauche  und der Schutz dieser Kulturlandschaften eine fortdauernde Aufgabe darstellt. Schon zu DDR – Zeiten gab es dabei eine enge Zusammenarbeit zwischen Künstlern und Naturschützern. Auch an dieser Veranstaltung nahmen etliche Vertreter des Chemnitzer Künstlerbundes und verschiedener Naturschutzverbände teil."

Fotos von Manfred Hastedt:

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Manfred Hastedt berichtet vom Kirchentag

kirchentag2007Manfred Hastedt, grünes Kreisvorstandsmitglied aus Chemnitz und Mitglied des Sprecherkreises der Bundesarbeitsgemeinschaft Christinnen und Christen von Bündnis 90 / Die Grünen nahm am Evangelischen Kirchentag in Köln teil. Hier sein kurzer Bericht:

"Die Bundesarbeitsgemeinschaft war mit einem gut besuchten Infostand gemeinsam mit der Grünen Jugend am Kirchentag vertreten.

Außerdem beteiligte ich mich am Forum Arbeit zum Thema „ Hartz- aber fair?“. Dabei skizzierte ich die aus der Stadtteilagenda entstandene erste ostdeutsche Stadtteilgenossenschaft Sonnenberg als Beispiel für ein alternatives Beschäftigungsmodell, dass Nachahmung verdient.

Mit im Podium saßen u. a. Franz Müntefering, Bundesminister für Arbeit, Dr. Christine Bergmann, Ombudsrätin Berlin und der Philosoph Prof. Frithjof Bergmann"

siehe auch: ausführlicher Bericht der BAG Christinnen und Christen

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„Mit dem Rad zur Arbeit 2007“ – Teilnahme noch bis 31. August möglich!

Mit dem Rad zur Arbeit

BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN unterstützen die große Mitmachaktion „Mit dem Rad zur Arbeit 2007“ . Initiiert wurde die Aktion auch in diesem Jahr vom Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Club (ADFC) gemeinsam mit der AOK. Noch bis zum 31. August 2007 können sich Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus Unternehmen und Einrichtungen an der Aktion beteiligen und müssen dabei an mindestens 20 Tagen per Rad zur Arbeit fahren. Die Aktion „Mit dem Rad zur Arbeit“ findet in Sachsen zum dritten Mal statt. Bundesweiter Auftakt war am 15. Mai in München.

Wie der ADFC Landesverband Sachsen mitteilt, starteten im vergangenen Jahr bundesweit etwa 125.000 Bürgerinnen und Bürger „Mit dem Rad zur Arbeit“, davon etwa 5.300 in Sachsen.

Informationen zur Aktion „Mit dem Rad zur Arbeit“, zur Anmeldung und zu den Preisen:
www.adfc-sachsen.de oder www.mit-dem-rad-zur-arbeit.de

14. Juni 2007: Claudia Roth – Ein persönlicher Blick hinter die Kulissen der Politik.

claudiarothSie gilt als herzlich und kämpferisch zugleich – in ihrer unbestechlichen Art bezieht die Grünen-Vorsitzende Claudia Roth auch in schwierigen Konflikten deutliche Standpunkte. Ihr Buch ist ein Lehrstück über politisches Engagement, aber auch über die schwierige Gratwanderung zwischen Karriere und Privatleben.

Claudia Roth liest am Donnerstag, dem 14. Juni im DAStietz aus ihrem Buch "Das Politische ist privat – Erinnerungen für die Zukunft". Die Lesung beginnt 19.30 Uhr.

Sie gilt als herzlich und kämpferisch zugleich – in ihrer unbestechlichen Art bezieht die Grünen-Vorsitzende Claudia Roth auch in schwierigen Konflikten deutliche Standpunkte. Ihr Buch ist ein Lehrstück über politisches Engagement, aber auch über die schwierige Gratwanderung zwischen Karriere und Privatleben.

Claudia Roth liest am Donnerstag, dem 14. Juni im DAStietz (großer Saal), Moritzstraße 20, 09111 Chemnitz aus ihrem Buch "Das Politische ist privat – Erinnerungen für die Zukunft". Die Lesung beginnt 19.30 Uhr.
Veranstalter: Frauenzentrum Lila Villa Eintritt 5 €/erm. 4 €

Das Private ist politisch, postulierten die 68er. Claudia Roth zeigt in diesem Buch in Abwandlung dieser Forderung, daß das Politische aus dem Privaten entscheidende Motivationen bezieht. Sie schildert ihren Weg aus einem liberalen bayerischen Elternhaus – über Stationen am Theater und als Managerin der legendären Rockband "Ton Steine Scherben" – in die Politik, wo sie sich vor allem dem Kampf für die Rechte von Minderheiten widmete. So engagierte sie sich in der Türkei für die Kurden, des weiteren für die Anerkennung gleichgeschlechtlicher Lebenspartnerschaften, war u.a. Vorsitzende des Menschenrechtsausschusses des Bundestags und reichte in dieser Eigenschaft 1999 ein Gnadengesuch für die in den USA zum Tode verurteilten Deutschen Karl und Walter La Grand ein. Das Gesuch wurde abgelehnt, die Verurteilten hingerichtet – ein Ereignis, das Claudia Roth tief prägte. In ihrem Buch erzählt sie von Kompromissen und schmerzhaften Entscheidungen – in der politischen Arbeit ebenso wie im privaten Leben. Im Zentrum steht dabei für sie die Frage, wie es gelingt, die eigenen Überzeugungen nicht im parteipolitischen Getriebe zerreiben zu lassen – das Politische auch als persönliches Anliegen zu leben.

buch2 Claudia Roth
Das Politische ist privat
Erinnerungen für die Zukunft
Herausgeber: Michel Friedman
Gebunden, 273 Seiten,
Erscheint bei: Aufbau-Verlag
3-351-02635-8 

Vita von Claudia Roth: Claudia Roth, geboren 1955 in Ulm, Studium der Theaterwissenschaften in München, ab 1975 Dramaturgin in Dortmund und Unna. Ab 1982 Managerin von "Ton Steine Scherben", 1985 Pressesprecherin der Grünen-Bundestagsfraktion, 1989 Wahl ins Europäische Parlament, dort Fraktionsvorsitzende der Grünen, 1998 Einzug in den Bundestag, 2001-2002 hatte sie zusammen mit Fritz Kuhn den Parteivorsitz der Grünen inne, seit 2004 mit Reinhard Bütikofer.

www.claudia-roth.de