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Artikel aus dem Stadtverband Bündnis 90/Die Grünen Chemnitz

Wie weiter mit dem Haus der Archäologie?

schocken

GRÜNE vermissen Leidenschaft des Kunstministeriums beim Haus der Archäologie und Geschichte – Experten mahnen mutiges und innovatives Vorgehen bei Konzept für Kaufhaus Schocken an:
Nach ihrer gestrigen Veranstaltung kritisiert die GRÜNE-Fraktion im Sächsischen Landtag die mangelnde Information der Öffentlichkeit über den aktuellen Stand und die Pläne zum künftigen Haus der Archäologie im Chemnitzer Kaufhaus Schocken.

"Mehr Transparenz würde der Sache gut tun und das Projekt voranbringen, für das es genügend begeisterte Mitstreiter gibt. Wir vermissen die Leidenschaft am Projekt im Ministerium", bemängelt Karl-Heinz Gerstenberg, kulturpolitischer Sprecher der GRÜNEN-Fraktion. Die Finanzmittel sind im Haushalt 2007/2008 seit Dezember letzten Jahres beschlossen, die Partner vor Ort warten auf den Startschuss.

"Noch liegt der Öffentlichkeit lediglich das Konzept von 2002 vor. Hinter verschlossenen Türen wird seitdem daran gearbeitet. Weder die direkt Betroffenen wie die stadteigene Gebäudewirtschaftsgesellschaft und die Stadt Chemnitz noch die Landtagsabgeordneten werden über den aktuellen Arbeitsstand informiert", kritisiert Karl-Heinz Gerstenberg.

"Die Veranstaltung zeigte den Verantwortlichen im Kunstministerium und im Landesamt für Archäologie, dass eine große Begeisterung für das Projekt da ist, die nun konstruktiv aufgegriffen und schnellstmöglich umgesetzt werden muss", sagt der kulturpolitische Sprecher. "Wir bieten gern weitere Gesprächsrunden für neue Impulse an, wenn die Verantwortlichen nicht weiterkommen sollten."

Gestern Abend hatte die GRÜNE-Fraktion in das Kaufhaus Schocken zu einer Podiumsdiskussion "Wie weiter mit dem Haus der Archäologie?" eingeladen. Dr. Knut Nevermann, Staatssekretär des Sächsischen Ministeriums für Wissenschaft und Kunst, wurde hier zum aktuellen Planungsstand befragt. Prof. Dr. Dietrich Wildung, Direktor des Ägyptischen Museums Berlin, und Frau Dr. Barbara Rüschoff-Thale, Direktorin des Westfälischen Museums Herne, bescheinigten gestern dem Projekt gute Erfolgsaussichten, mahnten aber ein mutiges und innovatives Vorgehen an.

> ausführlicher Bericht von der Diskussion

pict3268 > mehr Fotos
Über die Zukunft des Hauses der Archäologie diskutierten am 24. April 2007 im Haus Schocken, Chemnitz (v.l.n.r.):
Prof. Dr. Dietrich Wildung
, Direktor des Ägyptischen Museums Berlin
Dr. Barbara Rüschoff-Thale, Direktorin des Archäologiemuseums Herne
Dr. Karl-Heinz Gerstenberg
, kulturpolitischer Sprecher der GRÜNEN-Fraktion im Sächsischen Landtag
Dr. Jörg Feldkamp, Direktor des Industriemuseums Chemnitz
Dr. Knut Nevermann, Staatsekretär im SMWK

Aus dem ehemaligen Kaufhaus Schocken soll das Haus der Archäologie werden, das Landesmuseum für Vorgeschichte aus Dresden zieht nach Chemnitz. Etwa 26 Millionen Euro werden für den Umzug der Sammlung und den Umbau des Hauses veranschlagt.

www.gruene-fraktion-sachsen.de

Stoppt den Baumfrevel! GRÜNE Aktion gegen das geplante „Baum-Ab-Gesetz“

baumschutzAm 25. April ist der internationale Tag des Baumes. An diesem Tag können die Chemnitzer am GRÜNEN Infostand auf dem Neumarkt eine Massenpetition gegen das in Sachsen geplante "Baum-Ab-Gesetz" unterschreiben. Zeit: 14 – 17 Uhr. Die Staatsregierung plant, im Rahmen des Paragraphen – Pranger – Gesetzes den Städten und Gemeinden zu verbieten, Bäume mit Baumschutzsatzungen zu schützen:

Künftig soll jeder Eigentümer bestimmter Grundstücke*) Bäume ohne Genehmigung und Nachpflanzverpflichtung fällen dürfen. Ein Großteil des Chemnitzer Baumbestandes ist dadurch gefährdet. "Dieser Baumfrevel kommt unter dem Deckmantel der "Entbürokratisierung" daher. Wir wollen aber, dass Bäume im Interesse von Mensch und Natur geschützt sind!" so Volkmar Zschocke, Vertreter der GRÜNEN im Chemnitzer Umweltausschuss.

Am Infostand gibt es Informationen und Aktionen zur Bedeutung von Bäumen und Stadtgrün. Zschocke: "Baumschutz ist Klimaschutz. Das "Baum-Ab-Gesetz" gefährdet jedoch Stadtklima und Wohnumfeld."

*) Bäume auf Grundstücken mit bis zu zwei Wohneinheiten und mit Wohnhäusern bebaute Grundstücke bis zu einer Größe von 1.000 qm dürften demnach nicht mehr unter den Schutz kommunaler Baumschutzsatzungen gestellt werden.

Endspurt für Chemnitzer Umweltpreis 2007 – Letzter Abgabetermin 30. April!

umweltpreis Die Stadt Chemnitz möchte die Umweltbildung von Kindern und Jugendlichen fördern, insbesondere Wissensaneignung, Kreativität und Eigeninitiative. Als thematischer Schwerpunkt wird die umweltschonende Mobilität in Chemnitz vorgeschlagen. Teilnehmen können Chemnitzer Kinder und Jugendliche bis 20 Jahre. Lehrkräfte können sich mit ihren Schul- oder Klassenprojekten bewerben.

In drei Altersklassen werden Preise von insgesamt 2.150 Euro vergeben. Mit Sonderpreisen beteiligen sich die Südsachsen Fernwasser GmbH und die Stadtwerke Chemnitz AG. Alle Teilnehmer erhalten eine Urkunde. Für die Bewertung der Projekte sind Fotos und eine Projektbeschreibung erforderlich, es können auch Objekte und digitale Arbeiten eingereicht werden.

Alle Informationen hier:

www.chemnitz.de/de/buerger/buerger_amt_umwelt.htm

Für mehr Frauen und mehr Gleichberechtigung!

frauentag_2007_1 Am 8. März 2007 warb CAMPUSGRÜN, die grüne Hochschulgruppe an der TU Chemnitz, gemeinsam mit dem Landtagsabgeordneten Johannes Lichdi für mehr Frauen in der Wissenschaft. Zeitgleich informierte ein GRÜNER Stand im DAStietz über Arbeitsbedingungen von Frauen in Entwicklungsländern und in Deutschland.

frauentag_2007_1 Am 8. März 2007 warb CAMPUSGRÜN, die grüne Hochschulgruppe an der TU Chemnitz, gemeinsam mit dem Landtagsabgeordneten Johannes Lichdi für mehr Frauen in der Wissenschaft.

Hochqualifizierte Frauen sind ins Gerede gekommen. BuchautorInnen wie Eva Herman identifizieren die „Karrierefrau“ als Lebenslüge und predigen die traditionelle Rolle als Hausfrau und Mutter. Der Protest der heutigen Studentinnengeneration bleibt eher verhalten, scheinen ihr doch heute alle Wege offenzustehen.

Die Fakten sprechen gegen diese gefühlte Gleichberechtigung – gerade mal 14% der ProfessorInnen sind weiblich. Obwohl die Forderung nach einem höheren Frauenanteil in Lehre und Forschung schon lange in keiner wissenschaftspolitischen Sonntagsrede fehlen darf, bleibt sie doch ohne Wirkung. Die Ursachen sind vielfältig. Viele Frauen sind sich bewusst, dass der Weg einer wissenschaftlichen Karriere steinig werden kann. Mehrheitlich sind hoch qualifizierte Positionen von Männern besetzt, all zu oft greifen sogenannte „old-boy-networks“, wenn es um die Neubesetzung von Stellen geht. Darüber hinaus ist es für Frauen offenbar schwieriger als für Männer, Kinder und wissenschaftliche Karriere in Einklang zu bringen.frauentag_2007_2

Zeitgleich standen im DAStietz zwei weitere frauenpolitische Themen im Vordergrund: Zum einen informierte ein GRÜNER Informationsstand über Arbeitsbedingungen von Frauen in der Spielzeugindustrie in Entwicklungsländern. Zum anderen haben wir darauf hingewiesen, dass die Gleichberechtigung auch in Deutschland noch nicht geschafft ist: So erhalten sie durchschnittlich noch immer 26 Prozent weniger Lohn als Männer.

Links

Tagung "Frauen in der Wissenschaft – Chancen und Perspektiven"

Initiative "Fair-spielt"

Veranstaltungshinweis: Gen-Mais, Gen-Kartoffel, Gen-Raps. Ist Gentechnik verantworbar?

genfoodGentech-Mais, Gentech-Kartoffel, Gentech-Raps: In Sachsen geht es voran. Doch leider in die falsche Richtung. Obwohl 70 Prozent der Menschen in Sachsen gentechnisch veränderte Lebensmittel ablehnen, begrüßt die sächsische Staatsregierung in einem Positionspapier deren Anbau als "Schlüsseltechnologie, die der Nahrungsmittelproduktion und der Pflanzenzucht neue Perspektiven und Möglichkeiten eröffnet".

Sachsen hat sich in den vergangenen Jahren zu einem Schwerpunkt beim Anbau gentechnisch veränderter Lebensmittel entwickelt. Die Anbauflächen von Genmais stiegen in Sachsen nach Angaben des Bundesamtes für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit zwischen 2006 und 2007 von 230 bis auf 568 Hektar. 

Die Folge: Artenvielfalt, Umwelt und gentechnikfreie Lebensmittelproduktion sind durch Auskreuzungen gentechnisch veränderter Pflanzen gefährdet. Das bringt erhebliche wirtschaftliche Risiken für alle Produzenten. Unabhängig von Umwelt-, Naturschutz- und Wirtschaftsfragen haben die sächsischen Kirchen in einem Positionspapier zum Ausdruck gebracht, dass sie sich dem biblischen Schöpfungsauftrag des Bewahrens der Erde verpflichtet fühlen und diese durch die Agro-Gentechnik gefährdet sehen.

Wir Bündnisgrüne wollen – wie die Mehrheit im Land – keine Agro-Gentechnik auf Acker und Teller. Leider können wir nicht ganz Deutschland zur gentechnikfreien Zone erklären. Wir unterstützen aber alle LandwirtInnen, Kirchen, Bürgerinitiativen, Umweltverbände und PolitikerInnen, die sich für gentechnikfreie Regionen einsetzen (siehe hier: Initiative der GRÜNEN im Stadtrat Chemnitz, um Wahlfreiheit zu garantieren und die Schöpfung zu bewahren. Diskutieren Sie mit uns über Ihr Recht, sich gentechnikfrei zu ernähren!

Öffentliche Veranstaltung von Bündnis 90/Die Grünen im Bundestag
06. März. 2007, 19:00 – 21:00 Uhr
Friedenskirche Chemnitz
Kaßbergstraße 30, 09112 Chemnitz

Herzlich laden wir Sie im Anschluss an die Diskussion ein zu erleben, wie gut gentechnikfreie Lebensmittel aus der Chemnitzer Region schmecken. 

Auf dem Podium

Joachim Krause
Evangelisch-Lutherische Landeskirche Sachsen

Manfred Hastedt
Umweltzentrum Chemnitz

Ulrike Höfken MdB
Vorsitzende des Ausschusses für Ernährung-, Landwirtschaft und Verbraucherpolitik im Deutschen Bundestag

Moderation: Cornelius Filipski

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