Partei

Artikel aus dem Stadtverband Bündnis 90/Die Grünen Chemnitz

Manfred Hastedt berichtet vom Kirchentag

kirchentag2007Manfred Hastedt, grünes Kreisvorstandsmitglied aus Chemnitz und Mitglied des Sprecherkreises der Bundesarbeitsgemeinschaft Christinnen und Christen von Bündnis 90 / Die Grünen nahm am Evangelischen Kirchentag in Köln teil. Hier sein kurzer Bericht:

"Die Bundesarbeitsgemeinschaft war mit einem gut besuchten Infostand gemeinsam mit der Grünen Jugend am Kirchentag vertreten.

Außerdem beteiligte ich mich am Forum Arbeit zum Thema „ Hartz- aber fair?“. Dabei skizzierte ich die aus der Stadtteilagenda entstandene erste ostdeutsche Stadtteilgenossenschaft Sonnenberg als Beispiel für ein alternatives Beschäftigungsmodell, dass Nachahmung verdient.

Mit im Podium saßen u. a. Franz Müntefering, Bundesminister für Arbeit, Dr. Christine Bergmann, Ombudsrätin Berlin und der Philosoph Prof. Frithjof Bergmann"

siehe auch: ausführlicher Bericht der BAG Christinnen und Christen

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„Mit dem Rad zur Arbeit 2007“ – Teilnahme noch bis 31. August möglich!

Mit dem Rad zur Arbeit

BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN unterstützen die große Mitmachaktion „Mit dem Rad zur Arbeit 2007“ . Initiiert wurde die Aktion auch in diesem Jahr vom Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Club (ADFC) gemeinsam mit der AOK. Noch bis zum 31. August 2007 können sich Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus Unternehmen und Einrichtungen an der Aktion beteiligen und müssen dabei an mindestens 20 Tagen per Rad zur Arbeit fahren. Die Aktion „Mit dem Rad zur Arbeit“ findet in Sachsen zum dritten Mal statt. Bundesweiter Auftakt war am 15. Mai in München.

Wie der ADFC Landesverband Sachsen mitteilt, starteten im vergangenen Jahr bundesweit etwa 125.000 Bürgerinnen und Bürger „Mit dem Rad zur Arbeit“, davon etwa 5.300 in Sachsen.

Informationen zur Aktion „Mit dem Rad zur Arbeit“, zur Anmeldung und zu den Preisen:
www.adfc-sachsen.de oder www.mit-dem-rad-zur-arbeit.de

14. Juni 2007: Claudia Roth – Ein persönlicher Blick hinter die Kulissen der Politik.

claudiarothSie gilt als herzlich und kämpferisch zugleich – in ihrer unbestechlichen Art bezieht die Grünen-Vorsitzende Claudia Roth auch in schwierigen Konflikten deutliche Standpunkte. Ihr Buch ist ein Lehrstück über politisches Engagement, aber auch über die schwierige Gratwanderung zwischen Karriere und Privatleben.

Claudia Roth liest am Donnerstag, dem 14. Juni im DAStietz aus ihrem Buch "Das Politische ist privat – Erinnerungen für die Zukunft". Die Lesung beginnt 19.30 Uhr.

Sie gilt als herzlich und kämpferisch zugleich – in ihrer unbestechlichen Art bezieht die Grünen-Vorsitzende Claudia Roth auch in schwierigen Konflikten deutliche Standpunkte. Ihr Buch ist ein Lehrstück über politisches Engagement, aber auch über die schwierige Gratwanderung zwischen Karriere und Privatleben.

Claudia Roth liest am Donnerstag, dem 14. Juni im DAStietz (großer Saal), Moritzstraße 20, 09111 Chemnitz aus ihrem Buch "Das Politische ist privat – Erinnerungen für die Zukunft". Die Lesung beginnt 19.30 Uhr.
Veranstalter: Frauenzentrum Lila Villa Eintritt 5 €/erm. 4 €

Das Private ist politisch, postulierten die 68er. Claudia Roth zeigt in diesem Buch in Abwandlung dieser Forderung, daß das Politische aus dem Privaten entscheidende Motivationen bezieht. Sie schildert ihren Weg aus einem liberalen bayerischen Elternhaus – über Stationen am Theater und als Managerin der legendären Rockband "Ton Steine Scherben" – in die Politik, wo sie sich vor allem dem Kampf für die Rechte von Minderheiten widmete. So engagierte sie sich in der Türkei für die Kurden, des weiteren für die Anerkennung gleichgeschlechtlicher Lebenspartnerschaften, war u.a. Vorsitzende des Menschenrechtsausschusses des Bundestags und reichte in dieser Eigenschaft 1999 ein Gnadengesuch für die in den USA zum Tode verurteilten Deutschen Karl und Walter La Grand ein. Das Gesuch wurde abgelehnt, die Verurteilten hingerichtet – ein Ereignis, das Claudia Roth tief prägte. In ihrem Buch erzählt sie von Kompromissen und schmerzhaften Entscheidungen – in der politischen Arbeit ebenso wie im privaten Leben. Im Zentrum steht dabei für sie die Frage, wie es gelingt, die eigenen Überzeugungen nicht im parteipolitischen Getriebe zerreiben zu lassen – das Politische auch als persönliches Anliegen zu leben.

buch2 Claudia Roth
Das Politische ist privat
Erinnerungen für die Zukunft
Herausgeber: Michel Friedman
Gebunden, 273 Seiten,
Erscheint bei: Aufbau-Verlag
3-351-02635-8 

Vita von Claudia Roth: Claudia Roth, geboren 1955 in Ulm, Studium der Theaterwissenschaften in München, ab 1975 Dramaturgin in Dortmund und Unna. Ab 1982 Managerin von "Ton Steine Scherben", 1985 Pressesprecherin der Grünen-Bundestagsfraktion, 1989 Wahl ins Europäische Parlament, dort Fraktionsvorsitzende der Grünen, 1998 Einzug in den Bundestag, 2001-2002 hatte sie zusammen mit Fritz Kuhn den Parteivorsitz der Grünen inne, seit 2004 mit Reinhard Bütikofer.

www.claudia-roth.de

11. Juni 2007: Öffentliche Mitgliederversammlung

MUSS ALLES WEG?

Siedlungsstrukturen – heute und morgen. Der demographische Wandel und seine Auswirkungen

Ein Vortrag von Peter Hettlich, Mitglied des Bundestages mit anschließender Diskussion
11. Juni 2007, 19 Uhr
Cafe Moskau
, Straße der Nationen 56, Chemnitz

MUSS ALLES WEG?

MUSS ALLES WEG?
Müssen wir ganze Dörfer und Stadtteile aufgeben? Können wir uns die heutige Infrastruktur morgen noch leisten? Sind unsere Siedlungsstrukturen altersgerecht? Das sind die Kernfragen des Vortrages von Peter Hettlich, dem Sprecher der Arbeitsgruppe Ost der Grünen Bundestagsfraktion. Ein weiterer Rückbau von Wohnungen – besonders in Ostdeutschland und damit auch in Chemnitz – ist unumgänglich. Wie unsere Stadt dennoch lebensfähig und lebenswert bleiben kann – darüber kann im Anschluss des Vortrages diskutiert werden. Die Einwohner und Medienvertreter sind dazu herzlich eingeladen.

Siedlungsstrukturen – heute und morgen. Der demographische Wandel und seine Auswirkungen
Ein Vortrag von Peter Hettlich, Mitglied des Bundestages mit anschließender Diskussion

Termin: 11. Juni 2007
Zeit: 19 Uhr
Ort: Cafe Moskau · Straße der Nationen 56, Chemnitz

Zu Hause in Chemnitz: Kleiber, Sperlingskauz und Turmfalke

FalkeBeispiele für erfolgreiche Naturschutzarbeit

Manfred Hastedt berichtet über neue Bewohner in den städtischen Wäldern, die kleinste Eule in Mitteleuropa und den Turmfalken – Vogel des Jahres 2007.

Neue Bewohner in den städtischen Wäldern!
von Manfred Hastedt

Sperlingskauz Der Kleiber, der Vogel des Jahres 2006, gab Anlass auf den Erhalt der Altbuchenbestände im Zeisigwald hinzuweisen. Denn Kleiber bewohnen ehemalige Spechthöhlen, oft in beachtlicher Höhe der Rotbuchen. Nachdem – unter anderem auch auf Initiative der grünen Stadtratsfraktion – nun die Altbuchenbestände im Zeisigwald aus der forstlichen Bewirtschaftung genommen wurden und ganzjährig geschützt sind, gibt es Anzeichen für neues Leben im Revier: bisher in der Stadt nicht bekannte Arten wurden beobachtet: neben dem Mittelspecht, einer Spechtart, die etwas kleiner als der Buntspecht ist wurde im Zeisigwald der Sperlingskauz, Glaucidium passerinum gesichtet. Er ist die kleinste Eule in Mitteleuropa. Mit 16 bis 29 Zentimeter ist er etwa starengroß. Durch ihre dunkelbraune Färbung sind sie gut getarnt. Der Ruf des Männchens ist sehr markant und weit zu hören. Er besteht aus mehreren hellen pfiffähnlichen "ü-ü-ü".

Sperlingskäuze brüten in naturnahen, kaum durchforsteten Wäldern mit hohem Alt- und Totholzbestand. Wie der Kleiber bewohnt auch er Bruthöhlen von Buntspechten. Auch Gewässer, Moore und dichtes Unterholz scheinen den Lebensraum dieser Tiere optimal zu ergänzen. Sie sind in den Dämmerstunden oder am Tag aktiv. Oft sitzen die Käuze recht auffällig auf den Wipfeltrieb von Bäumen. Der Einsatz für ”Naturschutz im Stadtwald” hat sich also gelohnt.


Vogel des Jahres 2007 – Der Turmfalke, Falco tinnunculus

von Manfred Hastedt

Beim alten Brehm nachzulesen handelt es sich “um einen schmucken Vogel”, der in den Ebenen wie in gebirgigen Gegenden lebt, “gleichviel, ob sie bewaldet sind oder nicht; denn er ist ein ebensowohl Felsen- wie Waldbewohner”.

Falke Deshalb ist es auch nicht verwunderlich, dass wir die Turmfalken auch in unseren Städten antreffen. Obwohl der Bestand in den vergangenen Jahrezehnten in manchen Teilen Deutschlands zurückgegangen ist, so auch in Sachsen um ca. 20 %, konnten die Chemnitzer Turmfalke u.a. dank der Tätigkeit von Umweltverbänden gegen den Trend erhalten werden. Viele künstliche Nisthilfen wurden in den zurückliegenden Jahren in der Stadt angebracht, denn durch den Abriss oder die Sanierung von Gebäuden verlieren die Turmfalken wie auch andere Vogelarten oft ihre Nistmöglichkeiten. Aber auch das Nahrungsangebot des Mäusefängers, der auch Kerbtiere nicht verschmäht geht oft zurück in einer ausgeräumten monotonen Lanschaft in der Sträucher und Hecken fehlen. Wie auch andere Greifvögel sind die Turmfalken als Endglieder einer Nahrungskette durch den Einsatz von Pestiziden und Insektiziden bedroht. Deshalb ist eine giftfreie Land- und Gartenwirtschaft auch zugleich eine Schutzmaßnahme für die Falken.

In Chemnitz kann man die Turmfalken auf manchen Kirchtürmen oder auf Häuserdächern und Schornsteinen erblicken. Sie sind frühzeitig munter und gehen erst spät zur Ruhe. Ihr Rufen ist ein helles “kli kli kli”, das verschieden betont wird, je nachdem ob Freude oder Angst ausgedrückt werden soll.

Befördern wir arten- und struktureiche Biotope und verzichten auf den Einsatz von Pflanzenschutzmitteln werden wir die Turmfalken auch weiterhin in unserer Stadt beobachten können.