Am vergangenen Wochenende fand in Chemnitz der Christopher Street Day (kurz CSD) statt. Über 2000 Menschen machten sich stark für Vielfalt und Akzeptanz in Chemnitz. Die Freude über die Rekord-Teilnehmendenzahl wird allerdings durch einen Vorfall gemildert. Auf der Demonstration wurde ein Teilnehmer im Rollstuhl aus einer Wohnung heraus mit Eiern beworfen.
Joseph Israel, Co-Vorsitzender des Kreisverbandes, meint:
„Durch die willkommene und offene Atmosphäre des CSDs wurde unsere Stadt am Wochenende zu einem Wohlfühlort für queere Menschen. Umso schockierender sind die Berichte über einen Eierwurf auf Demoteilnehmer. Die Meinungs- und Demonstrationsfreiheit ist ein hohes Gut unserer Gesellschaft. Um die Meinungs- und Demonstrationsfreiheit sicherzustellen und zu gewährleisten, müssen die Polizei und die Behörden diesen Vorfall schnellstmöglich aufklären.“
Anne Nürnberger, Co-Vorsitzende des Kreisverbandes, erklärt:
„Angriffe auf queere Menschen sind leider auch im Jahr 2026 keine Ausnahme. Häufig liegt die Ursache dafür in einer Angst vor dem Unbekanten und dem Gefühl, dass das vertraute Weltbild mit klaren Geschlechterrollen in Frage gestellt wird und damit alte Gewissheiten zu bröckeln drohen. Wir setzen uns für eine freie, diverse und tolerante Gesellschaft ein, in der jeder Mensch sicher und würdevoll leben kann. Respekt und gegenseitige Wertschätzung sind das Fundament unseres Zusammenlebens. Der Vorfall wurde der Polizei geschildert. Wir erwarten eine lückenlose Aufklärung.“


