Vor einigen Tagen wurde bekannt, dass der Mittelaltermarkt des Chemnitzer Weihnachtsmarktes ab 2026 zum aktuellen Zeitpunkt nicht wieder stattfinden wird. Hintergrund ist die Nutzung der Fläche in der Inneren Klosterstraße durch die „ortsansässige Gastronomiebranche“. Der Betreiber des Mittelaltermarktes hat sich nicht noch einmal für die Ausschreibung des Chemnitzer Weihnachtsmarktes beworben, da an dem neuen Standort (Jakobikirchhof) laut eigener Aussage nur die Hälfte der Stände möglich wären.
Der Chemnitzer Kreisverband von Bündnis 90/Die Grünen ist unglücklich über diese Entwicklung und macht sich dafür stark, dass der Mittelaltermarkt auch in den kommenden Jahren weiterhin stattfinden kann. Dazu gibt es konkrete Vorschläge.
Joseph Israel, Co-Vorsitzender des Kreisverbandes, erklärt:
„Durch eine Erweiterung des Chemnitzer Weihnachtsmarktes wollen wir sicherstellen, dass der Mittelaltermarkt auch die nächsten Jahre in unserer Stadt erhalten bleiben kann. Der Seeberplatz soll seit einiger Zeit wieder stärker belebt werden. Wir schlagen eine Verlängerung des Weihnachtsmarktes über die Innere Klosterstraße zum Seeberplatz vor, wo der Weihnachtsmarkt mit dem Mittelaltermarkt ein achtvolles Ende findet. Der Weg von der Inneren Klosterstraße zum Seeberplatz kann über weitere Stände und Kunstelemente aufgewertet werden. Perspektivisch wäre auch eine Verlängerung des Weihnachtsmarktes über die Straße der Nationen zum Theaterplatz denkbar.“
Anne Eibisch, Co-Vorsitzende des Kreisverbandes, ergänzt:
„Der Mittelaltermarkt ist für viele Chemnitzerinnen und Chemnitzer ein fester Bestandteil des Weihnachtsmarktes. Die Mittelalterbühne lockt jeden Tag dutzende Besucherinnen und Besucher statt. Ein Wegfall dieses Mittelaltermarkts wäre schade und ist in unseren Augen vermeidbar. Die Stadt Chemnitz sollte hier noch einmal versuchen, eine Lösung zu finden.“
Die AG Stadtentwicklung und Mobilität des Chemnitzer Kreisverbandes hat in den letzten Jahren immer wieder gefordert, den Seeberplatz stärker in den innerstädtischen Raum einzubeziehen. Auch der Rahmenplan Innenstadt der Stadt Chemnitz sieht dies vor.


