Grüne fordern gentechnikfreie Region Chemnitz – Erzgebirge

eckige-tomatenBei den Imkern im Erzgebirge wächst die Angst vor Genmais (Freie Presse berichtete heute). "Diese Angst ist berechtigt, denn die Anbaufläche von Genmais in Sachsen soll sich im Jahr 2008 verdoppeln!" so der Sprecher der sächsischen Bündnisgrünen, Rudolf Haas.  "Der Regierungsbezirk Chemnitz blieb dabei bisher verschont. Noch besteht die Chance über freiwillige Zusammenschlüsse von Kommunen und Landwirten, den Genmaisanbau von Chemnitz und dem Erzgebirge fernzuhalten!"

So beschloss auf Initiative der Grünen Chemnitzer Stadtrat im März 2007, dass Chemnitz zukünftig bei Neuverpachtungen von landwirtschaftlichen Flächen mit den Pächtern einen Verzicht auf Einsatz und Freisetzung gentechnisch veränderter Organismen festlegt und eine solche Vereinbarung auch bei bestehenden Verträgen anstrebt. Nach dem mehrheitlichen Willen der Stadträte wird die Stadt einen Zusammenschluss von Landwirten zu einer gentechnikfreien Region unterstützen.

"Wir fordern nun die Städte und Gemeinde im Erzgebirge auf, sich der Chemnitzer Initiative anzuschließen! Die Verbraucher haben ihre Entscheidung längst getroffen – sie wollen keine gentechnisch veränderten Lebensmittel." Es mache keinen Sinn, so Haas, abschließend, einerseits die Imker in Sachsen zu unterstützen und andererseits diesem Berufszweig über die grüne Gentechnik den Todesstoß zu versetzen.

Informationen zum Chemnitzer Stadtratsbeschluss:
www.gruene-chemnitz.de/gentechnik

Grünen-Chef Haas warnt vor "Gen-Labor Sachsen:
http://www.gruene-sachsen.de/881+M5576cf4569f.html

Bundesweites Standortregister:
http://194.95.226.237/stareg_web/bundeslandStatistic.do?year=2008

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