Straßen

Anfrage zur Wartburgstraße

1. Ist vorgesehen, den Straßenraum der Wartburgstraße inklusive Fußwege in den nächsten Jahren zu sanieren und neu zu gestalten?

2. Sind Fahrradwege auf der Straße vorgesehen?

3. Sind eine Tempo -30 Zone oder Tempo-30-Abschnitte in dieser Straße vorgesehen?

4. Ist eine Verbesserung der Parkplatzsituation für Besucher*innen des Städtischen Friedhofes vorgesehen? Sind insbesondere Parkplätze für körperlich beeinträchtigte Men-schen und für Kurzzeitparker*innen vorgesehen?

5. Sind Fahrradabstellanlagen vorgesehen?

RA-265_2017_Antwort_Wartburgstraße.pdf

PM: Bündnis 90 / DIE GRÜNEN für einen sparsameren Streusalz-Einsatz beim Winterdienst

Die Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN im Rathaus Chemnitz reichte einen Beschlussantrag ein, in dem sie vom ASR ein Konzept zur nachhaltigen Reduzierung des Streusalzverbrauchs im Winterdienst fordert.

Der Fraktionsvorsitzende Thomas Lehmann erläutert, dass kurzfristige Einsparungen durch die Schneeberäumung mit Streusalz zu hohen Nachfolgekosten bei der Neupflanzung zerstörten Straßengrüns, bei der Sanierung sowie Reinigung von Abwasserkanälen, bei der Klärung des Abwassers und bei der Instandhaltung von Straßen führen.  Deshalb sollte in dem geforderten Konzept eine Änderung der Räumart sowie die eventuell notwendige Umstellung des Fuhrparks enthalten sein. Nicht zuletzt ist auch der Zeitplan für die Umstellung von Bedeutung.

„Dabei ist uns bewusst,“ so Thomas Lehmann, „dass nicht gänzlich auf Streusalz verzichtet werden kann. Insbesondere auf Straßen mit hohem Gefälle, in Kreuzungsbereichen und auf Bundesstraßen werden auch zukünftig Kompromisse notwendig sein.“

Überdimensionierte Verkehrsinfrastruktur gefährdet die wirtschaftliche Zukunftsfähigkeit der Stadt – Verdopplung des Radverkehrsanteils auf mindestens 12 Prozent nötig

fahrradAm 15. Juni legte Baubürgermeisterin Petra Wesseler im Planungs- und Umweltausschuss die aktuellen Zahlen aus dem System repräsentativer Verkehrserhebungen (SRV) vor. Im Städtevergleich erreicht Chemnitz einen unrühmlichen Spitzenwert beim Autoverkehr, während die Radverkehrs- und ÖPNV-Anteile „Schlusslichter“ bilden.

Martin Schmidt, Stadtrat der BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN, erklärt dazu: „Die Ergebnisse der SRV sind das Resultat jahrzehntelanger einseitiger Privilegierung des Autos: Chemnitz ist zerschnitten von überdimensionierten Verkehrsschneisen, Knoten und unverhältnismäßig viel Verkehrsfläche für den motorisierten Individualverkehr – verbunden mit großen Entfernungen und enormen Umwegen für Fußgänger sowie fehlenden sachgerechten und sicheren Radverkehrsführungen.“

Schmidt warnt vor den hohen Kostenbelastungen des Stadthaushaltes durch den Autoverkehr: „Eine Stadt, die nach wie vor dem Leitbild der autogerechten Stadt aus den 1960er Jahren geopfert wird, kann keine lebendige urbane Mitte entfalten. Die Verkehrsplanungen der damaligen Zeit bezogen sich auf eine Stadt mit 400.000 Einwohnern in der Größe von Karl-Marx-Stadt.“

„Ein Schritt in die richtige Richtung wäre die Verdoppelung des Radverkehrsanteils auf mindestens 12 Prozent. Dazu ist eine sichere, logische und durchgehende Radverkehrsführung in der gesamten Stadt nötig. Auch in Chemnitz gibt es immer mehr Menschen, die das Rad im Alltags- und Freizeitverkehr nutzen wollen. Im Jahr 2008 besaßen 659 von 1000 Bürgerinnen und Bürgern ein Rad. Dieses Potenzial gilt es schnell zu nutzen“, so Schmidt abschließend.