BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN
Kreisverband Chemnitz

Pressemitteilung zu Stadtarchiv und Bauaktenarchiv

Das Bauaktenarchiv wurde Anfang 2016 mit dem Stadtarchiv zusammengelegt und damit strukturell dem Kulturbetrieb zugeordnet. Die Zusammenlegung an sich war ein richtiger Schritt, denn die beiden Archive überschneiden sich in der Aktenlage, teilweise sind Schriftstücke falsch zugeordnet.

Chemnitz wird für Investoren immer interessanter und die Stadt versucht in den letzten Jahren den Instandhaltungsstau bei Straßen, Brücken, Kitas und Schulen schneller abzuarbeiten. Dadurch haben sich die Anfragen im Bauaktenarchiv nahezu verdoppelt.

Eine weitere Steigerung ist vorprogrammiert. Die Wartezeiten für Investoren und Vermessungsbüros auf Termine für eine Akteneinsicht haben sich enorm verlängert. Noch dazu stehen dem Bauaktenarchiv keine Fachkräfte zur Verfügung.

Dazu Thomas Lehmann, Fraktionsvorsitzender BÜNDNIS90/ DIE GRÜNEN:

„Chemnitz sollte über das Interesse an Investitionen in der Stadt froh sein. Diese gehören unterstützt und dürfen nicht schon in der Planungsphase unnötig verzögert werden. Wir brauchen ein investitionsfreundliches Klima. Wir fordern daher die Verwaltung auf, endlich Fachkräfte im Bauaktenarchiv einzustellen und die KW-Stellen zu streichen (Kann-Weg-Stellen). Die erhöhten Kosten können zum größten Teil auf die Verwaltungsgebühren umgelegt werden. Für Millionen-Vorhaben fallen diese Kosten nicht ins Gewicht. Vielmehr entscheidend ist der Zeitfaktor: Zeit ist hier Geld.“

„Eine allmähliche Digitalisierung der Unterlagen würde dazu beitragen, die Bearbeitungsdauer zu verkürzen. Noch dazu verbessert sich die Übersichtlichkeit und das Archivgut könnte besser geschützt werden. Die Verwaltung sollte deshalb in die Zukunft investieren und sich an Beispielen anderer Städte orientieren“, so Lehmann weiter.

„Außerdem fordern wir die Schaffung einer Stelle für Pädagogik und Öffentlichkeitsarbeit im historischen Stadtarchiv. Es ist das Gedächtnis unserer Stadt. Dieses sollte Schülerinnen und Schülern sowie allen anderen Bürgern besser zugänglich gemacht werden. Dazu bedarf es mehr Veranstaltungen, Führungen und Kurse über das Archivwesen“, so Lehmann abschließend.

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