Fairer Handel

„Ist die Welt aus den Fugen geraten?“

Diskussionsveranstaltung mit Omid Nouripour, MdB und Prof. Dr. Beate Neuss am 13.06., 19 Uhr im All In, Rosenhof 14, 09111 Chemnitz

Außenpolitische Krisen halten uns immer häufiger und in immer kürzeren Abständen in Atem: militärische Gewalt bestimmen die Nachrichten über viele Länder wie Libyen, Syrien, Afghanistan und die Ukraine. Internationale Normen, die Interessenkonflikte regeln sollen, stehen enorm unter Druck. Anstrengungen zu Rüstungskontrolle werden von zahlreichen Staaten unterlaufen, Rüstungsexporte steigen weltweit ebenso wie Ausgaben für militärische Ausrüstung. Donald Trumps isolationistische Handelspolitik gefährdet jede Aussicht auf freien und fairen Handel. Russland und China versuchen immer deutlicher, ihr autoritäres Herrschaftsmodell zu exportieren. Auch im Bereich der internationalen Klimadiplomatie steht die Weltgemeinschaft vor großen Herausforderungen und wenig politischem Lösungswillen.

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Wie fair-kauft sich Chemnitz?

Chemnitz erhielt schon zweimal die Auszeichnung zur „Hauptstadt des Fairen Handels“ (2009, 2013). Mit dem Preis 2009 wurde mit Chemnitz erstmals eine Stadt in Ostdeutschland in diesem bundesdeutschen Wettbewerb geehrt.

„Es ist eine logische Konsequenz aus den bisherigen Aktivitäten für fairen Handel seitens der Stadt und vieler lokaler Initiativen, dieses Engagement mit einer Bewerbung zur „Fairtrade-Town“ auch selbstbewusst nach außen zu tragen. (mehr …)

Initiative Fairtrade-Town Chemnitz

Chemnitz soll sich als Fairtrade-Town bewerben. Dadurch wird der Handel mit fairen Produkten in der Stadt gestärkt. Außerdem sollen Stadtrat und Stadtspitze mit gutem Beispiel voran gehen, indem sie stärker auf fair gehandelte Produkte setzten. Einen entsprechenden Beschlussantrag hat die Stadtratsfraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN eingereicht.

Dazu Stadträtin Christin Furtenbacher: „Wer bewusst einkauft, trägt zu einer gerechteren weltweiten Verteilung bei. Deshalb interessieren sich immer mehr Menschen dafür, wie Waren produziert und gehandelt werden. Mit einer Bewerbung als Fairtrade-Town kann die Stadt dieses Bewusstsein bei den Chemnitzerinnen und Chemnitzern stärken und den fairen Handel vor Ort fördern.“ (mehr …)

Faires Frühstück mit Petra Zais

Mit einem „Fairen Frühstück“ beteiligt sich der Stadtverband von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN an der bundesweiten Aktionswoche zum „Fairen Handel“.

Unter dem Motto „Fairer Handel. Faire Chancen für alle.“ machen Weltläden, Aktionsgruppen, Schulen, Kirchen, Supermärkte und weitere Akteure mit einer Vielzahl von Veranstaltungen deutlich, dass der Faire Handel allen Generationen etwas zu bieten hat.

In Chemnitz lädt Petra Zais, die Bundestagskandidatin der GRÜNEN und langjährige Stadträtin zum „Fairen Frühstück“ ein. Unterstützt vom Weltladen, einer von etwa 800 in Deutschland, wird es fair gehandelte Produkte wie Kaffee und Tee, Brotaufstriche und Säfte geben, die schmackhaft und gesund sind.

Jeder profitiert vom Fairen Handel. Hersteller und Produzenten im Süden bekommen durch gerechte Preise für ihre hochwertigen Produkte bessere Chancen für sich und ihre Kinder. Arbeitsbedingungen verbessern sich, gute Bildung und Gesundheitsförderung wird möglich. Der Norden kann durch bewussten Konsum so zu mehr Gerechtigkeit im Welthandel beitragen.

„Im Bundestagswahlkampf spielt das Thema Gerechtigkeit in unserer Gesellschaft eine große Rolle. Das ist richtig so. Mir ist es beim Thema Gerechtigkeit aber auch wichtig, über den Tellerrand Deutschlands hinauszuschauen. Die Beseitigung von Missständen wie ausbeuterische Kinderarbeit gehört genauso in die öffentliche Debatte wie die Etablierung von fairen internationalen Handelsregelungen.“, sagt Petra Zais.

„Besonders erfreulich aus meiner Sicht ist die erneute Auszeichnung von Chemnitz als ‚Hauptstadt des Fairen Handels 2013’. Die Jury des bundesweiten Wettbewerbs wertschätzt damit die langfristige und auf Nachhaltigkeit angelegte Arbeit des Chemnitzer Umweltzentrums/Akteure der Lokalen Agenda 21 bereits zum zweiten Mal. Gratulation! Als GRÜNE haben wir mehrere Beschlussanträge in den Stadtrat eingebracht. So beförderten wir Entscheidungen zu den Themen Faire Beschaffung und Verzicht auf Produkte aus ausbeuterischer Kinderarbeit in der Stadtverwaltung Chemnitz.“, so Zais weiter.

„Allerdings wünschen wir uns, dass sich endlich auch die Bedingungen für die Arbeit des Umweltzentrums und der Lokalen Agenda 21 verbessern. Seit Jahren setzt die Oberbürgermeisterin die Beschlüsse des Stadtrates zum Chemnitzer Umweltzentrum nicht um, verzögert Standortentscheidungen und nimmt den Verlust von Synergieeffekten in Kauf. Das ist ein Skandal!“, so Zais abschließend.